Unsere Kutter ZK 10

Warum noch eine Seite über den Kutter ZK 10? Ganz einfach: Zur Zeit der Vereinsgründung hatte kein Vereinsmitglied ein eigenes Boot. Fast alle seglerischen Aktivitäten der Erwachsenen unseres Vereins bauten auf unsere vier ZK 10 auf. Es wurde gemeinschaftlich gesegelt, an den Booten gearbeitet und geschraubt, zu Regatten gefahren. Das Vereinsleben drehte sich um die Kutter. Im Jahr 1992 entwickelte sich dann aus der Idee, eine eigene Kutter-Wettfahrt zu organisieren, die Rudenregatta. In der Zwischenzeit hat sich der Bestand an Privatbooten beträchtlich erhöht, aber das Kuttersegeln bleibt ein fester Bestandteil unseres Vereins. 

Eine besondere Rolle spielt seit 2016 unser "Ösfass". Der Kutter wurde von der Crew um Michael Groth, Sebastian Jeske, Michae Czisko und vielen Freunden komplett neu aufgebaut. Damit erfüllten sie sich selbst den Traum eines "regattatauglichen" ZK 10. Seither sind sie mit diesem Boot auf allen logistisch und zeitlich erreichbaren Regatten dieser Bootsklasse unterwegs. Aber darüber können euch die "Jungs" selbst berichten...

 


Nach unserer Schätzung sind unsere Kutter Baujahr 1975. Damals wurden sehr viele Boote in der Schiffswerft Rechlin (Müritz) und der Yachtwerft Berlin gebaut. Ob alle ZK 10 dort gefertigt worden sind, wissen wir nicht. In dieser Werft (existiert nicht mehr) wurden unter anderem auch Rettungsboote für den Einsatz auf hoher See gebaut.

- Rettungsboot - das war wahrscheinlich vor relativ langer Zeit auch der Ursprung der Kutter ZK 10. In ähnlicher Form gab es diesen Bootstyp schon seit etwa 1930. Im Achterwasser bei Zinnowitz fanden in diesen Jahren schon Meisterschaften in dieser Bootsklasse statt. Früher komplett aus Holz, wurden im Laufe der Zeit die Rümpfe aus Glasfasermaterial (GFK) hergestellt. Das war eine enorme Erleichterung für die schleifende Besatzung. Dafür ist er etwas schwerer und bei wenig Wind fährt man dann meistens im Kielwasser der Holzkutter und hat das Nachsehen. 

Steckbrief

  • Länge über alles: 7,5m
  • Breite: 2,5m
  • Tiefgang o. Schwert: 0,5m
  • Tiefgang m. Schwert: 1,56m
  • Höhe Großmast: 6,23m
  • Höhe Besanmast: 5,22m
  • Durchfahrtshöhe: 7,3m
  • Masse o. Besatzung: 1450 kg
  • Segelfläche:
  • Groß: 9,89m²
  • Besan: 6,28m²
  • Fock: 6,72m²
  • Genua: 8,43m²
  • Spinnaker: 22m²
  • Am Wind: 22,54m²


Unsere Vereinskutter


Sicherer ist er aber dafür auch geworden! Der ausschäumte, doppelwandige Rumpf sorgt bei einer Kenterung für die notwendige Sicherheit. Sicherer ist er aber dafür auch geworden! Der ausschäumte, doppelwandige Rumpf sorgt bei einer Kenterung für die notwendige Sicherheit. 

Unsere Kutter sind mit einer Anhängevorrichtung für Außenbordmotoren ausgestattet. "Hauptantrieb" des Kutter ist natürlich die Besegelung in Form der sogenannten Ketschtakelung.

Das bedeutet, dass ein kleinerer Besanmast hinter dem Großmast aufgestellt ist. Mit Groß-, Besan- und Focksegel (+ Spinnaker ) kann man dann bei günstigem Wind etwa 5 bis 6 Knoten laufen.

Am schwersten sollen die "Marine-Kutter" sein, die im Bestand der Volksmarine der DDR waren (also unsere - wwwrrrrggg - ). Gleich ausgestattet aber leichter waren die GST-Kutter (Gesellschaft für Sport und Technik) Diese ZK 10 waren allen Interessierten GST-Mitgliedern zugänglich und wurden für Wettkämpfe im Seesport, einem seemannschaftlichem Mehrkampf genutzt. (Rudern, Segeln, Seemannschaft, Laufen......)